Steuern · Großbritannien
Letter about money or assets abroad ('nudge letter') — HMRC hat Daten aus dem Ausland
Ein nudge letter besagt, dass HMRC Informationen hat, wonach Sie möglicherweise Einkünfte oder Gewinne aus dem Ausland haben, die nicht für die britische Steuer erklärt wurden. Er ist keine Anklage und keine förmliche Prüfung — er bittet Sie, Ihre Steuerangelegenheiten zu überprüfen.
Wie ernst: Handeln nötigAuch bekannt als: Nudge letter, One-to-many letter, Offshore income letter, Worldwide income letter
Der Brief sagt: HMRC liegen Hinweise vor, dass Sie Einkünfte oder Gewinne aus dem Ausland haben könnten — Auslandskonten, Mieteinnahmen, Dividenden, Krypto, Renten —, die möglicherweise nicht für die britische Steuer erklärt wurden. Diese Daten erhält HMRC automatisch von anderen Ländern über Abkommen zum Informationsaustausch.
Es ist keine Anklage und keine förmliche Steuerprüfung. Der Brief bittet Sie, Ihre Steuerangelegenheiten zu prüfen und entweder zu bestätigen, dass alles korrekt ist, oder eine Offenlegung (disclosure) zu machen.
Menschen aus dem Ausland, die in Großbritannien leben, bekommen diese Briefe häufig — weil die Konten in ihrem Herkunftsland an HMRC gemeldet werden.
Wer ihn verschickt
HM Revenue and Customs (HMRC) — die britische Steuerbehörde. Verschickt von den Offshore-/Risikoteams auf Basis von Daten, die von ausländischen Banken und Steuerbehörden übermittelt wurden.
HMRC-Brief, der auf 'money or assets abroad', Einkünfte oder Gewinne aus dem Ausland verweist und Sie einlädt zu prüfen, ob Sie eine Offenlegung machen müssen. Erwähnt typischerweise die Worldwide Disclosure Facility und bittet um Antwort bis zu einem genannten Datum. Häufig liegt ein Zertifikat / Antwortformular bei.
Die Frist
Für den Brief selbst gibt es keine gesetzliche Frist — er bittet um Antwort bis zu dem Datum, das auf ihm gedruckt ist. Wer eine Offenlegung macht, hat ab der Mitteilung an HMRC 90 Tage: 'Once you have notified us of your intention to make a disclosure, you'll have 90 days to gather the information you need to fill in your disclosure.'
Wenn Sie nichts tun
Den Brief zu ignorieren löst keine automatische Strafe aus. Aber HMRC hat die zugrunde liegenden Auslandsdaten bereits. Tauchen später unversteuerte Beträge auf, warnt HMRC: 'If you fail to make a complete or accurate disclosure or refuse to send in more information, we may apply a higher penalty than we would if you had provided the information.'
Wie es eskaliert
- 01HMRC kann nachfassen und zu einer förmlichen Prüfung (compliance check) oder Untersuchung Ihrer Steuererklärungen übergehen (von Beratern beschriebenes Muster).
- 02HMRC kann discovery assessments für die Steuer erlassen, die es für fällig hält — mit Strafen, die so berechnet werden, als sei die Offenlegung veranlasst und nicht freiwillig gewesen.
- 03Wird ein Offshore-Verstoß festgestellt, sind die Strafen höher als bei freiwilliger Offenlegung; laut gov.uk sind zivil- oder strafrechtliche Ermittlungen möglich.
Häufige Fragen
Ist der Brief eine Anklage?
Nein. Er ist weder eine Anklage noch eine förmliche Prüfung. HMRC bittet Sie, Ihre Steuerangelegenheiten zu prüfen und entweder zu bestätigen, dass alles stimmt, oder eine Offenlegung zu machen.
Woher hat HMRC die Informationen?
Automatisch von anderen Ländern über Abkommen zum Informationsaustausch — ausländische Banken und Steuerbehörden melden Konten und Einkünfte an HMRC.
Welche Frist gilt?
Die Antwortfrist steht auf dem Brief; eine gesetzliche Frist gibt es nicht. Wer HMRC eine Offenlegung ankündigt, hat danach 90 Tage, um sie einzureichen.
Was, wenn ich nichts schulde?
Dann kann bis zum genannten Datum geantwortet und bestätigt werden, dass die Angelegenheiten in Ordnung sind. Vor dem Unterzeichnen eines beiliegenden Zertifikats wird häufig Fachberatung eingeholt.
Quellen
Fakten am 28. August 2026 gegen die unten genannten Quellen geprüft.