Sozialversicherung · Spanien
Providencia de apremio der TGSS — 15 Tage, bevor die URE pfändet
Der Vollstreckungsbescheid für eine Sozialversicherungsschuld, die die reclamación de deuda überstanden hat. Er enthält bereits den Zuschlag von 20 oder 35 % und gibt eine letzte 15-Tage-Warnung vor der Pfändung.
Wie ernst: Vollstreckung nahAuch bekannt als: apremio de la Seguridad Social, vía ejecutiva TGSS, providencia de apremio URE
Diese providencia ist der Vollstreckungsbescheid für eine Sozialversicherungsschuld, die nach der reclamación de deuda (oder als direkt unbezahlte autónomo-Quote) offen blieb. Wie ihr steuerliches Gegenstück hat sie dieselbe Vollstreckungskraft wie ein Gerichtsurteil gegen Ihr Vermögen.
Der anwendbare Zuschlag (20 % oder 35 %) ist bereits eingerechnet. Es bleibt eine letzte 15-Tage-Warnung: zahlen — oder es kommen Zinsen hinzu, und die URE beginnt, Konten und Eigentum zu pfänden.
Wer ihn verschickt
Die Tesorería General de la Seguridad Social (TGSS), die Kasse des spanischen Sozialversicherungssystems — vollstreckt durch ihre Unidades de Recaudación Ejecutiva (URE).
TGSS-Briefkopf; Titel 'PROVIDENCIA DE APREMIO'; benennt Schuldzeiträume und régimen; zeigt Hauptforderung plus recargo (20 % oder 35 %); enthält die ausdrückliche Warnung, dass ohne Zahlung 'dentro de los quince días siguientes' Zinsen fällig werden und 'se procederá al embargo de sus bienes'.
Die Frist
15 Tage ab Erhalt (oder Veröffentlichung) der providencia, um zu zahlen, bevor der embargo vorangeht (LGSS art. 38.2).
Wenn Sie nichts tun
Nach den 15 Tagen werden die aufgelaufenen Verzugszinsen einforderbar, und die URE geht zum embargo über: Bankkonten, Forderungen, Löhne oberhalb des geschützten Minimums und Immobilien, zuzüglich Verfahrenskosten (LGSS art. 38.2 und 38.5). Die Pfändung läuft weiter, bis Hauptforderung + Zuschlag + Zinsen + Kosten gedeckt sind.
Wie es eskaliert
- 01Embargo durch die Unidad de Recaudación Ejecutiva in ausreichender Höhe für Hauptforderung, recargos, Zinsen und Kosten (LGSS art. 38.5).
- 02Eingetragenes Eigentum wird vermerkt und kann versteigert werden; bestehende Sicherheiten (aval, hipoteca) werden zuerst verwertet.
- 03Die Schuld wächst mit Zinsen und Kosten weiter, bis sie vollständig beigetrieben oder verjährt ist.
Häufige Fragen
Was unterscheidet diese providencia von der der AEAT?
Träger und Rechtsgrundlage: Hier vollstreckt die TGSS über ihre URE nach der LGSS, mit 15-Tage-Fenster (art. 38.2) und recargos von 20 % oder 35 % — die Vollstreckungskraft ist dieselbe.
Setzt ein Widerspruch die Vollstreckung aus?
Die alzada gegen die providencia selbst schon — ohne Sicherheiten, bis zur Entscheidung, wenn sie auf die Gründe des art. 38.3 gestützt ist. Rechtsmittel gegen spätere Vollstreckungsakte setzen ohne Zahlung, aval oder Hinterlegung nichts aus (art. 38.4).
Was passiert nach den 15 Tagen?
Zinsen werden einforderbar, und die URE pfändet Konten, Forderungen, Löhne über dem geschützten Minimum und Immobilien, plus Kosten (art. 38.2 und 38.5).
Quellen
Fakten am 28. August 2026 gegen die unten genannten Quellen geprüft.